Branche

Am 22. September 2020 nimmt Sortier- und Separationsspezialist Steinert ein neues Test Center offiziell in Betrieb.

Mit dem Neubau des Test- und Entwicklungs-Centers verdreifacht das Unternehmen seine Testkapazitäten und kann flexibler auf Kundenwünsche eingehen.

Seit über 130 Jahren ist Steinert darauf spezialisiert, Maschinen zu bauen, mit denen die Kunden Ressourcen suchen, finden und sortieren. Die Maschinen erfüllen immer vielfältiger werdende Sortieraufgaben, die den Kunden helfen, ihr Sortiergut nicht nur profitabler zu verkaufen, sondern auch Ressourcen im Kreislauf zu halten.

Registrierung zur Test Center Live Show ab sofort möglich

Die Eröffnung erfolgt am 22. September um 10 Uhr CET in Form einer 90-minütigen Live-Veranstaltung. Dabei handelt es sich um eine interaktive Show, bei der die Gäste an vielen Stellen eingebunden werden. Eine Moderatorin führt durch Interviews mit den Steinert-Experten. Ein Überblick über die eingebaute Sortiertechnik ist der Fokus, in Frage und Antwort-Runden können sich die Gäste live einbringen.

Im Anschluss an die Live Show findet eine vertiefende Session zum Thema „Nichteisen-Metall Separation und Schwermetall-Sortierung“ statt. Das Online-Seminar gibt Antworten auf

  • die Gewinnung von NE-Metallen aus zum Beispiel Schredder-Prozessen und MVA-Aschen
  • die Verbesserung von Aluminiumqualitäten
  • die Trennung von Schwermetallen in einzelne Fraktionen.

Sortierlinien auf Branchen optimiert

Um immer genauere Antworten auf die Sortierziele Ausbringung, Reinheit und Profitabilität je Sortieraufgabe geben zu können, entstehen noch bis Ende dieses Jahres weitere Sortierlinien für die Bergbau- und Abfallrecycling-Industrie.

„Die Prozessreihenfolge der Sortiersysteme gleicht einem realen Anlagenbau. Wir freuen uns, dass jetzt noch mehr Kunden unsere Technologien ausprobieren können – und zwar vom Magnetscheider bis zur sensorbasierten Sortierung wie Röntgentransmission, Röntgenfluoreszenz und Nah-Infrarot (NIR)“, sagt Peter Funke, CEO der Steinert-Gruppe.

Sieben Kilometer vom Kölner Hauptsitz der Firma entfernt zieht auch das F&E-Team unter das gemeinsame Dach in Pulheim. Auf diese Weise profitieren Kunden noch mehr von neuesten Entwicklungen.

Die Otto Junker GmbH hat der Logan Aluminum Inc. in Russellville, Kentucky, im vergangenen Jahr einen neuen Barren-Anwärmofen übergeben.

Der Ofen zum Anwärmen und Homogenisieren von Aluminiumbarren ist der größte je von Otto Junker gelieferte Ofen. Logan Aluminium ist einer der weltweit führenden Hersteller von flachgewalzten Aluminiumblechen, mit denen zu großen Teilen der Getränkedosenmarkt beliefert wird. Zum Ausbau der Produktion hatte das Unternehmen den neuen Großofen bestellt, der durch seine Kapazität beeindruckt.

Der gasbeheizte Ofen ist dafür ausgelegt, gleichzeitig 32 Barren mit einem Einzelgewicht bis zu 32 taufzunehmen, was einem Chargengewicht von über 1.000 tentspricht. Zum Lieferumfang gehörten der Ofen mit aktiver Kühlung sowie Maschinen zur Beschickung und Entnahme der Barren, inklusive eines Portalkrans und eines fahrbaren Rollgangs als Anschluss zum bestehenden Walzwerksrollgang.

Anwärmofen überzeugt durch Temperaturgleichmäßigkeit und niedrigen Energieverbrauch

Der Ofen zeichnet sich durch größtmögliche Effizienz in Bezug auf Temperaturgleichmäßigkeit, Energieverbrauch und Automatisierung aus. Hochkonvektionstechnik sorgt für schnelles Aufheizen und Abkühlen zur Sicherstellung kurzer Zykluszeiten bei niedrigen Energieverbräuchen.

Das langjährig erprobte, nahezu wartungsfreie Gleitsystem von Otto Junker, durch das die Barren einzeln durch den Ofen befördert werden, besteht aus mehreren Gusskomponenten, die in der hauseigenen Edelstahl-Gießerei des Unternehmens gefertigt wurden. Während der früheren Entwicklung des Gleitsystems konnte schon bei der Legierungsauswahl auf die umfangreiche Expertise der Edelstahl-Gießerei zurückgegriffen werden.

Otto Junker hat mit der erfolgreichen Abwicklung dieses Auftrags gezeigt, dass sich seine Stoßofen-Technologie auch im Segment der größten Klasse dieses Ofentyps erfolgreich bewährt hat.

Markus Ogawa ist neuer Geschäftsführer bei der ST Extruded Products Group, kurz Step-G.

Er löst damit Michael Zint ab, der als bisheriger Geschäftsführer mit der Übernahme der Extrusionssparte vom amerikanischen Unternehmen Aleris Extrusions durch den japanischen Konzern Sankyo Tateyama und der Neugründung der ST Extruded Products Germany GmbH maßgeblich zur Eingliederung in die neue Unternehmensgruppe beigetragen hat. Mit ihm als Geschäftsführer konnte die Unternehmensgruppe zudem wichtige strategische Partner und zukunftsweisende Projekte gewinnen. Die Trennung erfolgte einvernehmlich aufgrund unterschiedlicher strategischer Vorstellungen, teilt das Unternehmen mit.

Geschäftsführer Ogawa – 15 Jahre Erfahrung im Projektmanagement

Markus Ogawa ist bereits seit fünf Jahren bei Step-G als Business Liaison Manager tätig. Er ist mit mehr als fünfzehn Jahren Erfahrung im Projektmanagement innerhalb der Aluminium- und der Automobilindustrie ein interkultureller Kommunikationsexperte. Mit der Übernahme von Step-G 2015 hat er die Eingliederung in den japanischen Mutterkonzern Sankyo Tateyama von Beginn an begleitet und die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Kulturen erfolgreich aufgebaut. Später hat er das erste firmenübergreifende Gemeinschaftsprojekt von Step-G und Sankyo Tateyama in der Automobilbranche koordiniert und zum Erfolg geführt.

Seine berufliche Karriere führte Ogawa über Stationen wie Mazda Europe, Toyota Motor Europe und Sekisui Chemical. Zuletzt war er als selbstständiger Consultant für partnerschaftliche Verhandlungen zwischen japanischen sowie deutschen und französischen Unternehmen tätig. Seit 2016 verantwortete er als Business Liaison Manager bei Step-G die Koordination der Kommunikation der europäischen Werke und der japanischen Muttergesellschaft. Darüber hinaus unterstützte er als Berater den Vertrieb bei der Betreuung japanischer Kunden und Partner.

Nachhaltigen Wachstumskurs im Blick

„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe, um gemeinsam mit der Mannschaft die stetigen Herausforderungen und aktuellen Entwicklungen der Aluminiumbranche ganzheitlich und erfolgreich für Step-G und ihren Marken BUG Aluminium-Systeme und RMG zu meistern. Es ist mir wichtig, das Unternehmen auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen, um die Anforderungen unserer Kunden im Einklang mit der veränderten Situation am Markt bestmöglich bedienen zu können", so Ogawa über seine Bestellung als Geschäftsführer.

Neometals und SMS group haben ein Joint Venture für das Recycling von Lithium-Batterien und die Rückgewinnung von Wertstoffen aus Altbatterien gegründet.

Das 50/50 Joint Venture für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien (LiB) und die Kommerzialisierung der gemeinsamen Recyclingtechnologie firmiert unter dem Namen Primobius GmbH. Zurückgewonnen werden sollen Wertstoffe aus Fahrzeugbatterien und aus Akkus für Elektronikgeräte. Der Gründung des Joint Ventures gingen intensive F&E-Aktivitäten voraus. Das zum Patent angemeldete Verfahren wurde kürzlich erfolgreich in einem Pilotversuch getestet.

Mit Primobius verfolgt die SMS group die Strategie, als Systemlieferant neue Geschäftsmodelle zu entwickeln – unter anderem, um nachhaltige Wertschöpfungsketten zu ermöglichen. SMS group bringt seine Erfahrungen beim Engineering und den Bau der zukünftigen kommerziellen Recyclinganlagen in das Joint Venture ein und wird auch den Betrieb und die Wartung der Anlagen übernehmen. Der australische Projektentwickler Neometals Ltd. aus West Perth steuert sein technisches und kommerzielles Knowhow, einschließlich seiner Recyclingtechnologie bei.

Bau einer Demonstrationsanlage für Batterie-Recycling geplant

Zwischen beiden Unternehmen gab es bereits 2019 eine Absichtserklärung, die nicht nur die Durchführung einer technischen Machbarkeitsstudie beinhaltete, sondern auch den Standort der künftigen Demonstrationsanlage in Europa festlegte. Nach den positiven Bewertungen wurde nun das Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Als nächste Schritte plant das Joint Venture den Bau und die Inbetriebnahme der Demonstrationsanlage in Europa, die technologische Weiterentwicklung des Verfahrens, die Finanzierung (unter anderem über Fördermöglichkeiten für „grüne“ Technologien) sowie den Abschluss von langfristigen Liefer- und Abnahmevereinbarungen. In der Demonstrationsanlage können potenzielle Kunden die aus eigenem oder externem Altbatteriematerial gewonnenen Materialien begutachten.

Herbert Weissenbaeck, Senior Vice President für strategische Projektentwicklung der SMS group, erklärte: „Wir freuen uns darauf, mit unserer metallurgischen Erfahrung und unserem Knowhow im Anlagenbau zu einem schnellen Anlaufen des kommerziellen Betriebs beitragen zu können. Die SMS group sieht in diesem Sektor große Wachstumschancen. Außerdem ist das Timing günstig, mit dieser Technologie schnell Fuß zu fassen und OEMs zu gewinnen, die erkannt haben, welches Potenzial sich durch das Schließen dieser Lücke in der Wertschöpfungskette der Batterieherstellung bietet. Weltweit, aber besonders in Europa, erleben wir ein wachsendes Bewusstsein und entsprechende Maßnahmen zur Förderung nachhaltigen Handelns und neuer Formen der Kreislaufwirtschaft. Daher stehen wir voll und ganz hinter dem Projekt Primobius.“

Batterie-Recycling bedient den Trend zur E-Mobilität

Chris Reed, Geschäftsführer von Neometals, erklärte: „Unsere Strategie zur Kommerzialisierung dieser in Australien von unserem Technikteam in Perth entwickelten Recyclingtechnologie ist gezielt auf die Bedürfnisse der europäischen Hersteller von Lithium-Batterien und dem europäischen Elektrofahrzeugsektor ausgelegt. Der Markteintritt von Primobius trifft hierbei auf ein unterstützendes Umfeld gesetzlicher Rahmenbedingungen, wie etwa die Förderung der Elektromobilität zur Senkung des CO2-Ausstoßes des Verkehrs, die damit verbundene Sicherstellung der Lieferketten für die Herstellung der hierfür benötigten Batterien und die Förderung von Kreislaufwirtschaften im Allgemeinen. Unsere Recyclinglösung bedient diese Trends, indem sie nachhaltiges Recycling von Batterien und ethisch verantwortungsvoll gewonnene Materialien für eine CO2-ärmere Batterieherstellung ermöglicht. Sie trägt damit insgesamt zu mehr Nachhaltigkeit der Lieferketten für die Herstellung von Lithium-Batterien bei.“

Die Pyral AG in Freiberg, führender Aufbereiter von NE-Metallen und Recycler von Aluminiumverpackungen, feiert 15 Jahre Firmengeschichte.

Seit der Gründung 2005 hat das familiengeführte mittelständische Unternehmen in seiner 15-jährigen Firmengeschichte einen zweistelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Standorte Freiberg und Mittweida investiert. Bekannt geworden ist Pyral durch die Aufbereitung von Aluminiumverpackungen in einer der modernsten Sortieranlagen in Deutschland. Der Freiberger Standort ist inzwischen eine wichtige Säule zur Einhaltung der ambitionierten Recyclingziele, die sich Deutschland gesetzt hat. Am Standort befindet sich die weltweit größte Aufbereitungsanlage für hoch komplexe Trennverfahren bei Aluminiumverbundstoffen.

Dies würdigte auch Michael Wiener, Vorsitzender der Geschäftsführung der DSD – Duales System Holding GmbH (Grüner Punkt) – in seinem Grußwort. Seit immerhin 2006 arbeitet der Grüne Punkt „erfolgreich und sehr vertrauensvoll mit der Pyral AG zusammen und hat seitdem rund 170.000 Tonnen Wertstoffe und sonstige Aluminiumleichtverpackungen verwertet“, so Wiener. „Substitution von Primärrohstoffen durch die zunehmende Nutzung von Sekundärrohstoffen aus der Rückgewinnung von Abfällen ist hier aktiv praktizierte Nachhaltigkeit. Gleichzeitig macht es die produzierende Wirtschaft in Deutschland deutlich unabhängiger von Rohstoffen, die oftmals unter teilweise widrigsten Bedingungen in vielen unterentwickelten Ländern gewonnen werden.“

In 15 Jahren Firmengeschichte über 2 Mio. t CO2-Emissionen eingespart

Durch den von der Pyral AG entwickelten innovativen Recyclingprozess durch ein ausgeklügeltes Pyrolyseverfahren ersparen die im Landkreis Mittelsachsen beheimateten Aluminium-Aufbereitungsanlagen der Bundesrepublik jedes Jahr tausende Tonnen an CO2-Emissionen. Durch die Vermeidung von Neuproduktionen im Aluminiumbereich sind seit dem Bestehen der Pyral AG etwa 2.154.000 t CO2-Ausstoß eingespart worden, fand eine Studie der „FutureCamp Climate GmbH“ heraus. Dies entspricht den Emissionen von 201.308 Ein-Personen-Haushalten in Deutschland.

Damit die Umweltbilanz in Zukunft noch positiver ausfällt, investiert das Unternehmen auch in Forschung und Entwicklung neuer Herangehensweisen. „Wir pflegen eine sehr enge Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg und forschen gemeinsam zu neuen Lasersortiervorgängen oder auch im Bereich der Kunststoff-Problematik“, sagt Co-Vorstand Patrick Reissner. „Mithilfe eines chemischen Recyclingvorgangs versuchen wir, aus Plastikmüll, der bislang nicht wiederverwertet werden konnte, wiederum eine Flüssigkeit zu gewinnen, die später erneut der Industrie zugeführt werden kann.“

Aus weiteren Forschungsarbeiten entstand eine weltweit einzigartige Anwendung des Fluidierungsprinzips zur thermischen Wiedergewinnung von Aluminium und der Röntgentransmission für den Einsatz bei der Erkennung und Sortierung in der Metallrecyclingbranche.

Ausgefeiltes Verfahren zur Wertstoff-Rückgewinnung entwickelt

Enge Partner der Pyral AG sind vor allem die sogenannten „Großen“ in der deutschen Recyclingwirtschaft. So arbeiten die Mittelsachsen neben dem DSD auch mit der Pre-Zero-Unternehmensgruppe aus Porta Westfalica, Becker Umweltdienste, Grüner Punkt und Remondis zusammen. Auch Aluminiumabfälle von unterschiedlichsten Wertstoffhöfen werden bei der Pyral verarbeitet. Durch die technisch ausgefeilten Pyrolyseverfahren gewinnt Pyral reines Aluminium, dass dann je nach Legierung als Granulat sortenrein an Abnehmer auf der ganzen Welt geliefert wird, beispielsweise in viele europäische Staaten, in die USA, aber auch nach Fern-Ost. Doch nicht nur die neu gewonnenen beziehungsweise recycelten Rohstoffe werden in aller Welt eingesetzt, sondern auch die von Pyral entwickelten Technologien kommen zunehmend weltweit zum Einsatz, um so die wertvollen Rohstoffe zurückzugewinnen.

Weil sich die beiden Standorte in den zurückliegenden Jahren gut entwickelten, wurde das Personal systematisch aufgestockt. Startete die Pyral AG 2005 noch mit 18 Personen in Freiberg, sind es dort heute schon 50 und in Mittweida immerhin 31 Mitarbeiter. „Aus- und Weiterbildung ist uns dabei sehr wichtig“, erklärt Reissner weiter. „Momentan machen wir unsere Angestellten für künftige Entwicklungen im technischen Bereich fit. Aber auch die Integration von nicht-deutschen Facharbeitern ist uns wichtig, weshalb wir regelmäßig intern Sprachkurse anbieten.“

Der globale Konjunktureinbruch im ersten Halbjahr 2020 hat im Geschäft der Amag Austria Metall AG aus Österreich deutlich Spuren hinterlassen.

Sinkende Preise und ein Rückgang der Nachfrage nach Produkten der Amag (Primäraluminium, Gusslegierungen und Walzprodukte) infolge des globalen Konjunktureinbruchs durch die Covid-19-Pandemie schlugen sich entsprechend im Ergebnis der Amag nieder. Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der Amag, kann dem bisherigen Geschäftsverlauf dennoch auch Positives abgewinnen. „Nach einem guten Start ins Jahr 2020 äußerte sich die Covid-19-Pandemie im zweiten Quartal vor allem durch Auftragsrückgänge aus dem Transportbereich. Das breit diversifizierte Produktportfolio der Amag, mit dem Fokus auf Spezialprodukte und Nachhaltigkeit, wirkt auch in Zeiten wie diesen stabilisierend. Bei schwierigen Marktbedingungen profitierten wir im zweiten Quartal 2020 vor allem von der gelungenen Anpassung der Strukturkosten an die gesunkene Auslastung“, resümiert Mayer.

Der Umsatz hat sich durch den geringeren Absatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 (203.200 nach 226.000 Tonnen im Vorjahr) sowie aufgrund des geringeren Aluminiumpreises (1.622 nach 1.850 USD/t) um 16,4 Prozent auf 463,8 Mio. EUR reduziert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug in der ersten Jahreshälfte 2020 insgesamt 59,3 Mio. EUR (-17,6%). Der Rückgang ist vor allem auf die sinkende Nachfrage zurückzuführen, insbesondere im Transportbereich in den Segmenten Walzen und Gießen. Einen positiven Effekt auf das Konzernergebnis hatte das Segment Metall durch eine stabile Produktion bei niedrigen Rohstoffkosten.

Konjunktureinbruch durch breites Produktspektrum abgefedert

Amag sieht sich strategisch sehr gut aufgestellt, nicht zuletzt dank eines sehr breit diversifizierten Produktportfolio für unterschiedlichste Branchen. Die Nachfrageentwicklung innerhalb dieser Branchen gestaltet sich durch Covid-19 jedoch sehr unterschiedlich.

Die aktuell hohen Unsicherheiten hinsichtlich des weiteren konjunkturellen Verlaufs erschweren Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2020 beträchtlich. Erfahrungsgemäß können zudem die Preise für Aluminium und Tonerde im Jahresverlauf hohe Volatilitäten aufweisen. Die mit 1. April 2020 eingeführte Kurzarbeitsregelung wurde in der Amag vorerst bis 30. September 2020 fixiert.

„Die gedämpfte Markterwartung, besonders in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, ändert nichts an der mittel- und langfristig positiven globalen Bedarfsentwicklung nach Aluminium. Der Nachhaltigkeitsaspekt wird beschleunigt an Bedeutung gewinnen und bietet eine vielversprechende Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung der Amag“, so Mayer.

Laut Preisvergleich des VEA ist der durchschnittliche Preis für Industriestrom im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 % gesunken.

Der durchschnittliche Preis für Industrie­strom ist im Vergleich zu Juli 2019 trotz gestiegener Netzentgelte und Umlagen um 4,9 % gesunken, so der aktuelle VEA-Preisvergleich. Grund für die Preissenkung ist die Entwicklung der Großhandelspreise, die wegen des Konjunktur­rückgangs und der Corona-Pandemie deutlich gefallen sind.

VEA-Preisvergleich: durchschnittlicher Strompreis für Unternehmen

Energieintensive Unternehmen können sich freuen: Die Strompreise sind seit 2016 erstmalig gesunken. Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA Bundesverband der Energieabnehmer aus Hannover, erklärt: „Die nachlassende Konjunktur zu Beginn des Jahres sowie der Lockdown im Zuge der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Strom deutlich reduziert. Günstigere Großhandelspreise sind die Folge.“

Preisunterschiede zwischen Ost und West haben abgenommen

In den alten Bundesländern zahlen Stromkunden nun durchschnittlich 15,76 Ct/kWh, in den neuen Bundesländern liegt der Preis im Mittel bei 16,09 Ct/kWh und somit um 2,1 %  bzw. 0,33 Ct/kWh höher. „Die Preisunterschiede für Strom zwischen Ost und West haben im Verlauf der letzten Jahre abgenommen, sind aber nach wie vor vorhanden“, so Dr. Stuke.

Die Differenz zwischen dem teuersten und dem günstigsten Netzanbieter beträgt laut aktuellem Preisvergleich über 26 % bzw. 3,77 Ct/kWh. Teuerster Anbieter ist die Schleswig-Holstein Netz mit 17,94 Ct/kWh, den günstigsten Strom erhalten Kunden der Stadtwerke Kiel Netz mit 14,17 Ct/kW. Auch der größte Preisnachlass um 8,7 % ist bei den Stadtwerken Kiel Netz feststellbar – gleichauf mit den Stadtwerken Rostock. Die geringsten Preissenkungen erfolgten bei der energis Netz­gesellschaft aus Saarbrücken um lediglich 1,9 % und bei der Enervie Vernetzt mit Sitz in Hagen um 2,9 %t.

Schwieriger Marktüberblick

„Die Wechselbereitschaft der Stromkunden ist in den letzten Jahren zwar ständig gestiegen, aber noch immer sind einige nur bei beachtlichen Preisunterschieden zu einem Versorgerwechsel bereit“, merkt Dr. Stuke an. „Ein Grund ist sicherlich die Komplexität des liberalisierten Strommarkts. Denn nur mit großem Aufwand gelingt es, sich einen umfassenden Marktüberblick zu verschaffen“, gibt er zu bedenken.

Der halbjährlich erscheinende VEA-Preisvergleich umfasst insgesamt 50 große Netzgebiete in Deutschland. Damit wird ein erheblicher Teil des deutschen Stromnetzes abgedeckt. Die Reihenfolge basiert auf dem arithmetischen Mittel ohne Gewichtung der 15 Abnahmefälle. Die genannten Preise berücksichtigen alle Kosten für die Netznutzung, Strom­beschaffung, Umlagen (EEG-, KWKG-, § 19-StromNEV-, Offshore- und Abschaltbare-Lasten-Umlage) sowie Konzessions-abgaben und Lieferantenmargen. Im Preisvergleich nicht enthalten sind Strom- und Mehrwertsteuer.

Der Combilift-CS Deichselstapler wurde bei den diesjährigen Ifoy Awards 2020 ausgezeichnet.

Das Unternehmen gewann mit seinem Combi-CS Deichsel-Frontstapler in der Warehouse Truck Lowlifter Kategorie der Ifoy Awards. Dieser ist einer der wichtigsten internationalen Auszeichnungen in der Materialfluss- und Intralogistikbranche, mit der die besten Produkte und Lösungen des Jahres geehrt werden.

Ifoy Award  für kompakten Deichselstapler

Der Combi-CS ist der einzige Deichsel-Gegengewichtsstapler, der in einer konventionellen Schubmaststapler-Gang für platzsparende und produktive Lagerung und Handhabung arbeiten kann. Er verfügt über den von Combilift entwickelten patentierten und prämierten Mehr-Stellungs-Deichselkopf, der nach links oder rechts gedreht werden kann, um das hintere Antriebsrad zu positionieren, so dass der Fahrer in der sichersten Position bleiben kann - an der Seite der Maschine und nicht am Heck wie bei anderen Deichselstaplern. Dies gewährleistet eine optimale Sicht auf die Ladung und die Umgebung und garantiert maximale Sicherheit in Bereichen, in denen sich andere Personen oder das Publikum befinden.

Aufgrund der jetzigen Umstände konnten sich die Hunderte von Menschen, die normalerweise an der Ifoy-Zeremonie teilnehmen, nicht persönlich treffen, deshalb rollten die Organisatoren am 13. Juli 2020 den virtuellen roten Teppich für die Gewinner aus. Ifoy-Gründerin und geschäftsführende Vorsitzende der Ifoy-Jury Anita Würmser sagte: "Besondere Zeiten erfordern besondere Lösungen, und die diesjährigen Ifoy Awards waren den besten Innovationen in der Intralogistik und darüber hinaus den Menschen gewidmet, die Intralogistik möglich machen."

Strenge Audits und Innovationsprüfungen

Die Produkte der Finalisten wurden strengen Ifoy-Audits und Innovationsprüfungen durch Branchenexperten und Journalisten führender Logistikmedien aus 19 Ländern unterzogen. Außerdem wurden die Geräte auf Eigenschaften wie Technologie, Design, Ergonomie, Sicherheit, Marktfähigkeit, Kundennutzen und Nachhaltigkeit geprüft und bewertet. Einige der Kommentare der Jury zum Combi-CS lauteten wie folgt: "Der Combi-CS ist ein wirklich kompakter, intelligenter Deichselstapler und eine schöne praktische Lösung. Er bietet einen erheblichen Mehrwert in Bezug auf Schmalgangbetrieb und Sicherheit in engen Umgebungen. Es ist eine kundenorientierte Lösung mit einer sehr hohen Marktrelevanz".

Martin McVicar, CEO und Mitbegründer von Combilift sagte: "Im Namen des gesamten Combilift Teams freue ich mich sehr über den Ifoy 2020 Award und bin stolz darauf, dass dieses innovative Produkt als wertvolle Lösung für den Intralogistiksektor anerkannt wurde. Wir danken der IFOY Jury dafür, dass sie uns für diese wichtige Auszeichnung ausgewählt hat.”

Mit der Neuausrichtung seiner Standorte und dem Verkauf des Drehmaschinenherstellers Scherer Feinbau will sich die Chiron Group neu aufstellen.

Die Chiron Group verkauft sein Tochterunternehmen, den Drehmaschinenhersteller Scherer Feinbau mit Sitz in Alzenau. Das ist eine von mehreren Maßnahmen, die Geschäftsführung, Verwaltungsrat und Eigentümer im Rahmen einer umfangreichen Neuausrichtung eingeleitet haben, um die Zukunft der Unternehmensgruppe zu sichern. Zudem sollen die Fertigung und Montage in Tuttlingen und Neuhausen o. E. gebündelt und Service und Vertrieb von Stama-Produkten am Standort Schlierbach konzentriert werden

Neuausrichtung durch Verkauf von Drehmaschinenhersteller Scherer

Die Chiron Group mit ihren rund 2.100 Mitarbeitern ist ein weltweit führender Anbieter von Bearbeitungszentren, die vor allem in der Automobilindustrie, der Luftfahrt, aber auch im Maschinenbau sowie in der Präzisions- und Medizintechnik eingesetzt werden. Aufgrund der Krise in der Automobilindustrie und den Auswirkungen der Corona-Pandemie in der Luftfahrt sieht sich die Unternehmensgruppe mit einem deutlichen Nachfragerückgang konfrontiert. Bereits 2019 verzeichnete die Unternehmensgruppe einen deutlichen Rückgang der Nachfrage, ausgelöst durch den Umbruch in der Automobilindustrie und die Schwächung der Weltwirtschaft. Während die Chiron Group 2018 einen Umsatz von rund 500 Mio. Euro erzielte, sank der Umsatz 2019 auf 443 Mio. Euro (-11%). 2020 hat sich die Situation durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie verschärft, sodass ein weiterer Rückgang erwartet wird. Deshalb stellt sich die Chiron Group auf weiterhin rückläufige und stark schwankende Märkte ein und rechnet mit einem deutlich reduzierten Beschäftigungsniveau und unstetigen Umsatzverlauf.

Neuausrichtung ist notwendig

„Angesichts dieser Perspektiven ist eine Neuausrichtung der Gruppe unerlässlich“, erklärt Geschäftsführerin Vanessa Hellwing. „Uns ist diese Entscheidung nicht leichtgefallen. Aber wir müssen jetzt handeln, um die Zukunft zu sichern und die Gruppe gestärkt aus der Krise zu führen.“ Verwaltungsrat und Eigentümer tragen diesen Kurs mit. „Unser Ziel ist, die Unternehmensgruppe kurzfristig handlungsfähig zu halten und mittelfristig Wettbewerbsvorteile zu schaffen, um somit möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Dies tun wir mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket. Wir haben alle Alternativen sorgfältig geprüft und sehen die eingeleitete Neuaufstellung als notwendig und zukunftssichernd an“, so Dr. Armin Schmiedeberg, Vorsitzender des Verwaltungsrats.

Schlierbach konzentriert sich auf Stama-Vertrieb und -Service

Die Chiron Group plan weiter, alle deutschen Fertigungs- und Montage-Kapazitäten in den Werken Tuttlingen und Neuhausen o. E. zu bündeln. Entsprechend werden die Bereiche Montage und Applikation der Stama Maschinenfabrik GmbH von Schlierbach in das rund 150 Kilometer entfernten Werk in Neuhausen verlagert. Der Standort Schlierbach wird sich künftig auf den Vertrieb und Service der Marke Stama konzentrieren. „Diese Maßnahmen werden Einschnitte mit sich bringen. Gleichzeitig bündeln wir unsere Fertigungskapazitäten in einer der modernsten Werkzeugmaschinenfabriken Europas. Außerdem stärken wir die Branche Präzisions- und Medizintechnik durch eine Kooperation mit einem Schweizer Hersteller für kleine Bearbeitungszentren. Auch die erfolgreich gestarteten Aktivitäten im Bereich Additive Fertigung intensivieren wir weiter. All diese Entscheidungen haben wir nach gründlichen Analysen und sorgfältigen Abwägungen getroffen und sind davon überzeugt, die richtige Strategie zu einer erfolgreichen Neuausrichtung im Sinne unserer Kunden zu verfolgen“, so Vanessa Hellwing.

Verkauf von Scherer Feinbau geplant

Darüber hinaus hat die Chiron Group den Verkauf der Scherer Feinbau GmbH in die Wege geleitet. Das 1978 gegründete Unternehmen gehört seit 2012 zur Gruppe und produziert CNC-Vertikal-Drehmaschinen und vertikale Wellendrehzentren am Standort Alzenau. Als Käufer ist ein führender Drehmaschinenhersteller im Gespräch. Der Kauf soll noch im Sommer 2020 abgewickelt werden. Damit konzentriert sich die Chiron Group zukünftig auf ihre Kernkompetenzen Fräsen und Fräs-Drehen.

Aluminiumhaltige Deos sind weniger belastend als bisher angenommen, teilt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit.

Das Institut kommt in einer neuen Risikobewertung zu dem Ergebnis, das aluminiumhaltige Deos einen geringeren Beitrag zur Gesamtaufnahme von Aluminium im Menschen leisten als bisher angenommen. „Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet“, heißt es in der BfR-Stellungnahme.

Deos mit Aluminiumsalzen unbedenklich

Die Einschätzung basiert auf einer Humanstudie aus dem Jahr 2019, die im Gegensatz zu früheren Untersuchungen nun einen belastbaren Wert für die Absorptionsrate / Bioverfügbarkeit liefert. Diesen Wert hat das BfR für seine Risikobewertung zugrunde gelegt und daraus die Aufnahmemenge über die Haut in einer Modellrechnung mit dem Ergebnis abgeleitet, dass ein signifikanter Beitrag von Antitranspirantien zur Gesamtbelastung gegenüber Aluminium unwahrscheinlich ist.

In Deos werden Aluminiumsalze als Antitranspirantien eingesetzt, um den Schweißfluss zu blockieren und die Geruchsbildung zu hemmen. Wie viel des Aluminiums aus Antitranspirantien von der Haut absorbiert wird, war lange Zeit unsicher.

Wer sich grundsätzlich vor einer zu hohen Aluminiumaufnahme schützen will, sollte darauf achten, dass vor allem saure und salzhaltige Lebensmittel und Getränke nicht mit Aluminium in Kontakt kommen, etwa über Trinkflaschen, Backbleche oder Grillschalen. Denn zu hohe Aluminiumgehalte im Körper können nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand negative Auswirkungen auf das Nervensystem, die Nieren und die Knochen haben.